Ghana
Ghana zählt zu den führenden Volkswirtschaften Westafrikas und gilt als Vorreiter im Bereich digitaler Finanzdienstleistungen. Das Land spielt eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung digitaler Zahlungssysteme und digitaler öffentlicher Infrastrukturen. Das schnell wachsende Fintech-Ökosystem sowie die von der Regierung vorangetriebenen Digitalisierungsstrategien tragen dazu bei, Ghanas Ziel zu verwirklichen, sich zu einer informations- und technologiegetriebenen Volkswirtschaft zu entwickeln.
Deutschland und Ghana haben 2025 den Deutsch-Ghanaischen Digitaldialog ins Leben gerufen, um die bilaterale Kooperation im Bereich digitale Transformation und Digitalpolitik zu stärken. Bei der ersten Jahressitzung verständigten sich das Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung (BMDS) und das ghanaische Ministerium für Kommunikation, digitale Technologien und Innovation (MOCDTI) gemeinsam mit Stakeholdern aus beiden Ländern auf zentrale Schwerpunktthemen. Dazu zählen unter anderem Business Process Outsourcing (BPO), IKT-Infrastruktur, digitale öffentliche Infrastruktur sowie Datenmanagement und Datenschutz.
Stärkung der digitalwirtschaftlichen Kooperation zwischen Ghana und Deutschland
Ghanas rasant wachsende Digitalwirtschaft und der Pool an Tech-Talenten bieten großes Potenzial für engere Zusammenarbeit mit europäischen Partnern. Der Deutsch-Ghanaische Digitaldialog bietet eine Plattform, über die Regierung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenkommen, um u.a. bilaterale Kooperationen, den digitalen Handel und den Datenaustausch zu stärken. So entstehen neue wirtschaftliche Möglichkeiten für beide Länder.
Stakeholder-Konsultation: Gemeinsam Prioritäten setzen
Damit der Deutsch-Ghanaische Digitaldialog seine Wirkung langfristig entfalten kann, ist es entscheidend, dass die Kooperationsschwerpunkte die Bedürfnisse und die Expertise vor Ort widerspiegeln. MOCDTI und die ghanaische National Information Technology Agency (NITA) veranstalteten 2025 dazu eine Stakeholder-Konsultation in Accra. Vertreterinnen und Vertreter aus Regierung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten dabei Themen wie Datenschutz, digitale Teilhabe und neue Technologien. Aus der Konsultation gingen konkrete Prioritäten hervor, darunter digitale Infrastruktur, Cybersicherheit und die Förderung von Start-ups. Diese Ergebnisse fließen in die kommenden Aktivitäten des Digitaldialogs ein.
Kooperation im Bereich Digitale Identität
Digitale Identität entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Baustein sicherer und inklusiver digitaler Dienstleistungen. Vor diesem Hintergrund loten Ghana und Deutschland gemeinsam aus, wie interoperable Systeme entwickelt werden können, die den Datenschutzanforderungen gerecht werden. Während der Ghana Digital & Innovation Week 2025 kamen dazu Vertreterinnen und Vertreter beider Länder, darunter politische Entscheidungsträger, technische Expertinnen und Experten sowie Datenschutzbehörden, im Rahmen des Deutsch-Ghanaischen Digitaldialogs zusammen. Die Gespräche machten gemeinsame Prioritäten deutlich, etwa ein nutzerzentriertes Design, ein robustes Datenmanagement und Inklusivität. Darüber hinaus wurden konkrete Ansatzpunkte für engere Zusammenarbeit identifiziert, unter anderem in den Bereichen digitale Wallets, Authentifizierungsstandards und regulatorische Rahmenbedingungen.
Erfahren Sie hier mehr über die Aktivitäten im Rahmen des Deutsch-Ghanaischen Digitaldialogs!
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