Weiterentwicklung der deutsch-brasilianischen Zusammenarbeit auf der Hannover Messe 2026
Brasilien
Die Jahressitzung des Deutsch-Brasilianischen Digitaldialogs fand am 22. April auf der Hannover Messe statt. Den gemeinsamen Vorsitz führten Henrique Miguel, brasilianischer Staatssekretär für Wissenschaft, Technologie und Innovation im MCTI, sowie Marco-Alexander Breit, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS).
Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter des öffentlichen und privaten Sektors beider Länder diskutierten die Fortschritte der bilateralen Zusammenarbeit und planten gemeinsame Projekte im Rahmen eines Arbeitsplans. Dabei verständigten sie sich auf zwei zentrale Prioritäten: Datenökonomie und sektorspezifische KI.
Unterzeichnung der deutsch-brasilianischen KI-Partnerschaft
Im Rahmen der Hannover Messe unterzeichneten Bundesminister Dr. Karsten Wildberger (BMDS) und der brasilianische Vizeminister Dr. Luis Fernandes (MCTI) zudem die „German-Brazilian AI Partnership for Innovation and Trust”.
Ziel der auf fünf Jahre angelegten Vereinbarung ist es, gemeinsam die Entwicklung und Anwendung von KI zu fördern, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert schafft. Die Partnerschaft wird im Rahmen des Deutsch-Brasilianischen Digitaldialogs umgesetzt.
Vorstellung eines Datenraum-Demonstrators
Ebenfalls auf der Messe präsentierte das Sekretariat der Digitaldialoge das erste Demonstrationsmodell für einen Datenraum zwischen der EU und Brasilien. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), die brasilianische IoT-Vereinigung (ABINC) und der brasilianische Industrieverband (CNI) entwickelten das Modell gemeinsam.
Der Demonstrator zeigt in Echtzeit, wie industrielle Daten sicher zwischen einer Mine für Seltene Erden in Brasilien und einer Industrieanlage in Deutschland ausgetauscht werden können, ohne dass dabei Datensouveränität verloren geht.
Brasilianische Delegation trifft deutsche Unternehmen und Universitäten
Während ihres einwöchigen Aufenthalts besuchte die Delegation Technologiezentren, Unternehmen und Universitäten in ganz Deutschland, darunter das Cloud-Computing-Unternehmen SysEleven, den Verband der Internetwirtschaft (eco), die Technische Universität Aachen sowie das Jülich Supercomputing Centre.
Ein weiterer Höhepunkt war die Vorstellung eines Minimal Viable Products (MVP), das von BG BAU und Dataprev im Rahmen des Deutsch-Brasilianischen Digitaldialogs entwickelt wurde. Das MVP ist eine mobile Anwendung zur Unterstützung von Gefährdungsbeurteilungen und Unfallprävention in realen Arbeitsumgebungen. Die App soll in beiden Ländern zur Verfügung gestellt werden.
Insgesamt stärkte der Delegationsbesuch die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Brasilien und förderte die konkrete und praktische Zusammenarbeit zwischen brasilianischen und deutschen Akteuren.
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